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UNFÄLLE UND KRANKHEITEN: Die medizinische Versorgung in Griechenland ist generell gut. Es empfiehlt sich jedoch vor Reiseantritt, einen sogenannten Anspruchsausweis E 111 zu besorgen. Diese Bescheinigung muß zusammen mit Personalausweis oder Reisepaß bei der griechischen Sozialversicherungsanstalt I.K.A. vorgelegt werden, um dort ein »Krankenanspruchsheft« zu erhalten. Mit diesem lassen sich mehrere Sachleistungen in Anspruch nehmen. Wem das Verfahren zu umständlich und bürokratisch ist, sollte einfach eine Auslandskrankenversicherung abschließen.
Wir weisen Sie darauf hin, Unfälle und schwere Krankheiten unserer örtlichen Vertretung (ist auf Ihrem Voucher vermerkt) zu melden. Man kann Sie über die hier geltenden Regelungen bezüglich der Versicherungsleistungen beraten.
ESSEN UND TRINKEN: Restaurants, Tavernen und Cafés sind meist von 8.00 Uhr früh bis 2.00 Uhr nachts geöffnet, und das Angebot ist sehr vielfältig. Es stützt sich zum größten Teil auf Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse und Wein in Tausenden von Kombinationen. In der typischen Taverne kann sich der Gast die Leckereien oft noch in den Töpfen anschauen und anschließend wählen. Eine gute Küche läßt sich daran erkennen, daß die Tische gut besetzt sind, Wein auch in Karaffen ausgeschenkt wird und die griechischen Gäste überwiegen. Gähnende Leere und ungefüllte Töpfe können aber auch bedeuten, daß man die griechischen Gewohnheiten noch nicht kennt und einfach zu früh dran ist. Ab 19 Uhr gibt es in den Garküchen schon etwas Nahrhaftes, meistens auch mittags, jedoch nur vor der allgemeinen Mittagsruhe zwischen 15 und 17 Uhr. Die Hauptmahlzeit des Tages findet am Abend ab 20 Uhr und später statt. Dann füllen sich die Tavernen, und ein Abend voller Gemütlichkeit beginnt.
TECHNISCHE EINRICHTUNGEN: Es ist wichtig zu wissen, daß technische Einrichtungen zum größten Teil aus dem Ausland kommen und bei eventuellen Ausfällen von Lift, Poolpumpen, Klimaanlage, Solaranlagen etc. die Beschaffung einige Zeit dauern kann. Es ist ebenfalls nicht einfach, sofort Ersatzteile zu bekommen, wenn einmal der Wasserhahn tropft, der Abfluß verstopft ist oder ein elektrischer Schalter seinen Geist aufgegeben hat. Bitte haben Sie Nachsicht, wenn auch der Service teilweise nicht mit der für uns selbstverständlichen Schnelligkeit und Zuverlässigkeit erfolgt. Gelassenheit ist schließlich ein großer Bestandteil des Lebens der Griechen.
STRÄNDE: Die schönen, vielseitigen Strände Kretas sind grundsätzlich öffentlich zugänglich, daher fühlt sich oftmals niemand für deren Pflege verantwortlich. Der frische Wind, der im Sommer für eine willkommene Erfrischung sorgt, führt mitunter dazu, daß das Meer unruhig ist und zeitweise auch Strandgut angespült wird. Weiterhin gibt es abgesonderte Zonen für die immer beliebter werdenden Wassermopeds, Boote und Windsurfer, die allerdings nicht immer so ernst genommen werden. Jedoch kann jeder nach seinem Geschmack in kleinen, versteckten Buchten oder an kilometerlangen Sandstränden noch sein eigenes Plätzchen finden.
KOSTEN: Im Allgemeinen sind die Preise für Mahlzeiten, Getränke etc. in Griechenland gestiegen. Jedoch ist es z. B. immer noch sehr günstig, Essen zu gehen. Das Warenangebot entspricht seit der Mitgliedschaft Griechenlands in der EU auch in kleineren Orten durchaus europäischem Standard. Die Lebenserhaltungskosten sinken, je weiter Sie sich von touristischen Hochburgen entfernen.
HAUSTIERE: Wer sein Haustier mit auf Kreta nehmen möchte, sollte sich vorher mit seinem Reisebüro in Verbindung setzen und nachfragen, um möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen. Ebenfalls sollte ein Tierarzt kontaktiert werden, der das benötigte Gesundheitszeugnis in englischer Sprache ausstellen und eine Tollwutimpfung vornehmen kann.
BAUTÄTIGKEIT: In den meisten Orten Kretas wird sehr viel gebaut, so daß Sie damit rechnen müssen, daß sich auch in der Nähe Ihres Feriendomizils eine Baustelle befindet, was nicht unbedingt bedeutet, daß Sie mit unerträglichem Baulärm konfrontiert werden. Die Kreter bauen immer so weit, wie es ihr Geldbeutel gerade erlaubt und lassen ihre Baustelle dann eine Weile stehen, bis es irgendwann weitergeht.
FRÜHSTÜCK: Die Kreter frühstücken wie die Bewohner der meisten mediterranen Ländern sehr wenig. In den letzten Jahren jedoch, hat sich durch den Fremdenverkehr viel getan, und in den meisten Kafenions und Tavernen, in denen Besucher verkehren, bekommt man inzwischen eine üppige Morgenmahlzeit ganz nach Wahl.
TRINKGELD: In den Restaurantrechnungen ist ein Trinkgeld von 10-15 % bereits enthalten. Zusätzlich wird jedoch ein weiteres kleines Trinkgeld erwartet. Unbedingt bedenken sollte man den kleinen Gehilfen des Kellners, für den das Trinkgeld sein einziger Verdienst ist. Ebenfalls üblich sind Trinkgelder bei Taxifahrern, Friseuren, Portiers und Zimmermädchen.
Kreta - Knigge
“Gehen Sie zu mehreren auf Kreta essen und vor allem dann, wenn Kreter dabei sind, sollte nicht jeder Teilnehmer der Runde einzeln bezahlen. Diese Unsitte, die auf Kreta gar nicht gern gesehen ist, nennen die Griechen übrigens "deutsch bezahlen". Höchst willkommen dagegen sind kleine Trinkgelder, für die alte Frau im Dorf, die Ihnen den Schlüssel für die Kirche besorgt, und auch für den Popen, der Ihnen voller Stolz sein Gotteshaus zeigt. Ihm sollten Sie die Spende allerdings nicht direkt in die Hand geben, sondern am Eingang der Kirche hinterlegen. So lässig, wie Griechen sich im Alltag gern kleiden, so sehr legt man in Kretas Kirchen und Klöstern Wert auf Sitte und Anstand. Die Moral ist sehr eng gefaßt: Ärmellose Blusen, Shorts und
Strandkleidung sind unangebracht. In vielen Klöstern und Kirchen wird allzu freizügig gekleideten Besuchern der Zutritt verwehrt. Nehmen Sie einfach eine lange Hose, einen Pullover oder einen Umhang, um die Schultern zu bedecken, auf die Besichtigungstour mit. Apropos Kleidung: Werden Sie von Kretern privat eingeladen, erscheinen Sie nicht in kurzen Hosen oder Sandalen; Kreter machen sich gerne fein. Das gilt auch für gemeinsames Ausgehen. Kreter haben wie alle Griechen ein
völlig anderes Zeitgefühl als wir. Sind Sie nachmittags verabredet, ist frühestens
18 Uhr gemeint. Das Abendessen beginnt nicht vor 21 Uhr. Niemand findet etwas dabei, wenn Sie bis 22 Uhr abends irgendwo anrufen. Die Mittagspause zwischen 15 und 17 Uhr ist den Kretern allerdings heilig. In dieser Zeit zu stören, ist fast so schlimm, wie in der Taverne "deutsch" zu bezahlen."
(aus: "Kreta - Richtig Reisen", Dumont, ISBN 3-7701-3445-1)
Die kretische Ernährung
Kreta ist eine von der Natur begünstigte Insel, die Tausende von Pflanzen und Kräutern hervorbringt, von denen viele landescharakteristisch sind. Die Inselbewohner haben ihre Ernährung auf die Inseleigene gestützt, die bereits eine 4000 Jahre alte Tradition hat. Sie besteht hauptsächlich aus Brot, Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Öl, Käse, Gewürzen sowie Wein, und aus diesen werden in verschiedenen Kombinationen viele kretische Spezialitäten gezaubert.
Aus einer Untersuchung, die im Jahre 1960 begonnen wurde und bei der sieben Länder beobachtet wurden, ging hervor, daß die kretische Bevölkerung im Vergleich zu der anderer entwickelter Länder weniger Todesfälle durch Herzinfarkt oder verschiedene Krebserkrankungen, unabhängig von der Todesursache aufwies.
Dies offenbart die Auswirkungen der kretischen Ernährung.
Aus einer weiteren Untersuchung ging hervor, daß nicht nur die Mittelmeerküche, sondern insbesondere die kretische Küche bei Herzinfarktgefahr sehr gesund und wirksam ist. Eine große Rolle spielt hier das Olivenöl, daß auf Kreta in großen Mengen gewonnen wird und einen Grundbestandteil der Ernährung ausmacht.
So besinnen sich mehr und mehr auch Hotels wieder auf die alten Rezepte und bieten ursprüngliche Spezialitäten an. Sie haben also auf Kreta nicht nur die Möglichkeit ein gesundes Klima, sondern auch eine besonders gesunde Ernährung zu genießen.
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Das Beste von Kreta
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