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Hier nun einige praktische Reisetipps, die Ihnen Ihren Urlaubsaufenthalt erleichtern  sollen. Sie informieren sachlich, helfen aber auch dabei, sich ein wenig auf die griechische Lebensart einzustellen:

GELD: Die griechische Währungseinheit ist der Euro.

TELEFON: Die Telefongesellschaft Griechenlands heißt OTE. Hotels, Reisebüros und einige Geschäfte sind mit offiziellen OTE-Telefonen ausgestattet. Für die zahlreichen, öffentlichen Telefonzellen benötigt man Telefonkarten, die man überall leicht erhält.

Änderung der Rufnummern

Seit dem 3. November 2002 gelten die folgenden Änderungen:

  1. Anrufe innerhalb Griechenlands: Die erste 0 der Vorwahl wird durch eine 2 ersetzt. Z.B. Die Vorwahl von Istro war bisher 08410 und ist jetzt 28410.

  2. Anrufe aus dem Ausland nach Griechenland: Nach dem Landescode wird zusätzlich eine 2 gewählt. Z.B. Bisher wählte man nach Istro 0030-8410, ab jetzt wählt man 0030-28410.

  3. Bei Anrufen von Griechenland in andere Länder gibt es keine Änderungen.

Am 19. Januar 2003 haben sich die Rufnummern von Mobiltelefonen wie folgt geändert:

Die erste 0 wird durch eine 6 ersetzt. Z.B. anstelle von 097....wählt man 697

MIETWAGEN: Wer über seinen Ferienort hinaus mehr von Kreta kennenlernen will, dem empfehlen wir, sich direkt bei der Buchung der Unterkünfte ein Auto zu mieten. Wir haben Vereinbarungen mit örtlichen Verleihfirmen zu günstigen Konditionen und stabilen Preisen für Fahrzeuge aller Kategorien, die selbstverständlich technisch in Ordnung sind. Die Fahrzeuge werden Ihnen zum Ferienort gebracht oder können bereits am Flughafen bereitgestellt werden.

TRINKWASSER: Im Allgemeinen herrscht auf Kreta Wasserknappheit, und auch hier sollte man mit dem Verbrauch sparsam sein. Die Qualität des Leitungswassers sowie des Quellwassers in den Bergen ist so gut, daß man es problemlos trinken kann.

ELEKTRIZITÄT: Auf ganz Kreta gibt es 220 V Wechselstrom. Allerdings kann bei der Benutzung eines Rasierapparates oder Föns ein Adapter erforderlich sein. Der Umwelt zuliebe sollte man auf Kreta sparsam mit dem Strom sein, da Energie nicht natürlich gewonnen wird.

UNGEZIEFER UND TIERE: Durch das warme Klima sowie die Lage der Häuser bedingt, ist Ungeziefer in südlichen Ländern nicht wegzudenken. Daher sollte man darauf achten, keine Essensreste herumliegen zu lassen. Besonders lästig können Insekten (Fliegen, Bienen, Wespen) in den Tavernen und deren Sanitärräumen sein. Da sich unsere Ferienhäuser und Villen vor allem in ländlichen Gebieten befinden, kann es sein, daß Sie ein Hahn weckt, Ziegen meckern oder ein Wachhund bellt. Ein wenig Verständnis sollte jeder mitbringen.

UHRZEIT: In ganz Griechenland gilt die osteuropäische Zeit (OZE). Sie ist der mitteleuropäischen Zeit um eine Stunde voraus. Von April bis Oktober ist zusätzlich die Sommerzeit gültig.

TAXI: Im Verhältnis zu den deutschen Preisen ist das Taxifahren auf Kreta sehr billig.  Praktisch ist es, vor allem in Kombination mit der Buchung der Unterkünfte ein Taxi zum Transfer bei uns zu bestellen, da stabile Preise geboten werden und unsere Taxifahrer die Ferienhäuser genau kennen, so daß keine Probleme auftreten können.

VERKEHR: Ein Straßennetz nach mitteleuropäischem Standard darf man auf Kreta nicht erwarten. Weite Teile der Insel sind steil und gebirgig und deshalb nur schwer zu erschließen. Auf den Überlandstraßen herrscht, im Gegensatz zu den Großstädten, wo sich die Autos tagtäglich im Schritt-Tempo vorwärts bewegen, wenig Verkehr, und letztendlich gelangt man doch in die entlegensten Winkel Kretas.

Wichtig: Tiere haben immer Vorfahrt! Auf der Nationalstraße ist es erlaubt, den Pannenstreifen als zweite Spur zu benutzen.

SPRACHE: Auf Kreta kommt man auch ohne griechische Sprachkenntnisse gut zurecht, denn Englisch ist die am weitesten verbreitete Fremdsprache, und auch Deutsch wird zunehmend gesprochen. Im Notfall kann man sich jedoch auch mit Händen und Füßen bemerkbar machen und wird verstanden. Als Zeichen der Höflichkeit wird es gern gesehen, wenn man sich die Mühe macht, ein paar Brocken Griechisch zu sprechen. Hier einige Tipps:

guten Morgen = kalimera

Danke = efcharisto

(sehr) gut = (poli) kala

guten Abend = kalispera

Bitte (!) = parakalo

Und Dir? = Ke essi?

gute Nacht = kalinichta

Entschuldigung = signomi

ich komme aus... = ime apo do...

Hallo! Grüß Sie! = jassas!

ich = ego

ich verstehe nicht = den katalaweno

Tschüs = andio

du = essi

alles Gute = sto kalo

ja =

er/sie/es = aftos/afti/afto

gute Reise = kalo taxidi

nein = ochi

Wie geht es Dir? = Ti kanis?

UNFÄLLE UND KRANKHEITEN: Die medizinische Versorgung in Griechenland ist generell gut. Es empfiehlt sich jedoch vor Reiseantritt, einen sogenannten Anspruchsausweis E 111 zu besorgen. Diese Bescheinigung muß zusammen mit Personalausweis oder Reisepaß bei der griechischen Sozialversicherungsanstalt I.K.A. vorgelegt werden, um dort ein »Krankenanspruchsheft« zu erhalten. Mit diesem lassen sich mehrere Sachleistungen in Anspruch nehmen. Wem das Verfahren zu umständlich und bürokratisch ist, sollte einfach eine Auslandskrankenversicherung abschließen.

Wir weisen Sie darauf hin, Unfälle und schwere Krankheiten unserer örtlichen Vertretung (ist auf Ihrem Voucher vermerkt) zu melden. Man kann Sie über die hier geltenden Regelungen bezüglich der Versicherungsleistungen beraten.

ESSEN UND TRINKEN: Restaurants, Tavernen und Cafés sind meist von 8.00 Uhr früh bis 2.00 Uhr nachts geöffnet, und das Angebot ist sehr vielfältig. Es stützt sich zum größten Teil auf Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse und Wein in Tausenden von Kombinationen. In der typischen Taverne kann sich der Gast die Leckereien oft noch in den Töpfen anschauen und anschließend wählen. Eine gute Küche läßt sich daran erkennen, daß die Tische gut besetzt sind, Wein auch in Karaffen ausgeschenkt wird und die griechischen Gäste überwiegen. Gähnende Leere und ungefüllte Töpfe können aber auch bedeuten, daß man die griechischen Gewohnheiten noch nicht kennt und einfach zu früh dran ist. Ab 19 Uhr gibt es in den Garküchen schon etwas Nahrhaftes, meistens auch mittags, jedoch nur vor der allgemeinen Mittagsruhe zwischen 15 und 17 Uhr. Die Hauptmahlzeit des Tages findet am Abend ab 20 Uhr und später statt. Dann füllen sich die Tavernen, und ein Abend voller Gemütlichkeit beginnt.

TECHNISCHE EINRICHTUNGEN: Es ist wichtig zu wissen, daß technische Einrichtungen zum größten Teil aus dem Ausland kommen und bei eventuellen Ausfällen von Lift, Poolpumpen, Klimaanlage, Solaranlagen etc. die Beschaffung einige Zeit dauern kann. Es ist ebenfalls nicht einfach, sofort Ersatzteile zu bekommen, wenn einmal der Wasserhahn tropft, der Abfluß verstopft ist oder ein elektrischer Schalter seinen Geist aufgegeben hat. Bitte haben Sie Nachsicht, wenn auch der Service teilweise nicht mit der für uns selbstverständlichen Schnelligkeit und Zuverlässigkeit erfolgt. Gelassenheit ist schließlich ein großer Bestandteil des Lebens der Griechen.

STRÄNDE: Die schönen, vielseitigen Strände Kretas sind grundsätzlich öffentlich zugänglich, daher fühlt sich oftmals niemand für deren Pflege verantwortlich. Der frische Wind, der im Sommer für eine willkommene Erfrischung sorgt, führt mitunter dazu, daß das Meer unruhig ist und zeitweise auch Strandgut angespült wird. Weiterhin gibt es abgesonderte Zonen für die immer beliebter werdenden Wassermopeds, Boote und Windsurfer, die allerdings nicht immer so ernst genommen werden. Jedoch kann jeder nach seinem Geschmack in kleinen, versteckten Buchten oder an kilometerlangen Sandstränden noch sein eigenes Plätzchen finden.

KOSTEN: Im Allgemeinen sind die Preise für Mahlzeiten, Getränke etc. in Griechenland gestiegen. Jedoch ist es z. B. immer noch sehr günstig, Essen zu gehen. Das Warenangebot entspricht seit der Mitgliedschaft Griechenlands in der EU auch in kleineren Orten durchaus europäischem Standard. Die Lebenserhaltungskosten sinken, je weiter Sie sich von touristischen Hochburgen entfernen.

HAUSTIERE: Wer sein Haustier mit auf Kreta nehmen möchte, sollte sich vorher mit seinem Reisebüro in Verbindung setzen und nachfragen, um möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen. Ebenfalls sollte ein Tierarzt kontaktiert werden, der das benötigte Gesundheitszeugnis in englischer Sprache ausstellen und eine Tollwutimpfung vornehmen kann.

BAUTÄTIGKEIT: In den meisten Orten Kretas wird sehr viel gebaut, so daß Sie damit rechnen müssen, daß sich auch in der Nähe Ihres Feriendomizils eine Baustelle befindet, was nicht unbedingt bedeutet, daß Sie mit unerträglichem Baulärm konfrontiert werden. Die Kreter bauen immer so weit, wie es ihr Geldbeutel gerade erlaubt und lassen ihre Baustelle dann eine Weile stehen, bis es irgendwann weitergeht.

FRÜHSTÜCK: Die Kreter frühstücken wie die Bewohner der meisten mediterranen Ländern sehr wenig. In den letzten Jahren jedoch, hat sich durch den Fremdenverkehr viel getan, und in den meisten Kafenions und Tavernen, in denen Besucher verkehren, bekommt man inzwischen eine üppige Morgenmahlzeit ganz nach Wahl.

TRINKGELD: In den Restaurantrechnungen ist ein Trinkgeld von 10-15 % bereits enthalten. Zusätzlich wird jedoch ein weiteres kleines Trinkgeld erwartet. Unbedingt bedenken sollte man den kleinen Gehilfen des Kellners, für den das Trinkgeld sein einziger Verdienst ist. Ebenfalls üblich sind Trinkgelder bei Taxifahrern, Friseuren, Portiers und Zimmermädchen.

Kreta - Knigge

“Gehen Sie zu mehreren auf Kreta essen und vor allem dann, wenn Kreter dabei sind, sollte nicht jeder Teilnehmer der Runde einzeln bezahlen. Diese Unsitte, die auf Kreta gar nicht gern gesehen ist, nennen die Griechen übrigens "deutsch bezahlen". Höchst willkommen dagegen sind kleine Trinkgelder, für die alte Frau im Dorf, die Ihnen den Schlüssel für die Kirche besorgt, und auch für den Popen, der Ihnen voller Stolz sein Gotteshaus zeigt. Ihm sollten Sie die Spende allerdings nicht direkt in die Hand geben, sondern am Eingang der Kirche hinterlegen. So lässig, wie Griechen sich im Alltag gern kleiden, so sehr legt man in Kretas Kirchen und Klöstern Wert auf Sitte und Anstand. Die Moral ist sehr eng gefaßt: Ärmellose Blusen, Shorts und

Strandkleidung sind unangebracht. In vielen Klöstern und Kirchen wird allzu freizügig gekleideten Besuchern der Zutritt verwehrt. Nehmen Sie einfach eine lange Hose, einen Pullover oder einen Umhang, um die Schultern zu bedecken, auf die Besichtigungstour mit. Apropos Kleidung: Werden Sie von Kretern privat eingeladen, erscheinen Sie nicht in kurzen Hosen oder Sandalen; Kreter machen sich gerne fein. Das gilt auch für gemeinsames Ausgehen. Kreter haben wie alle Griechen ein

völlig anderes Zeitgefühl als wir. Sind Sie nachmittags verabredet, ist frühestens

18 Uhr gemeint. Das Abendessen beginnt nicht vor 21 Uhr. Niemand findet etwas dabei, wenn Sie bis 22 Uhr abends irgendwo anrufen. Die Mittagspause zwischen 15 und 17 Uhr ist den Kretern allerdings heilig. In dieser Zeit zu stören, ist fast so schlimm, wie in der Taverne "deutsch" zu bezahlen."

(aus: "Kreta - Richtig Reisen", Dumont, ISBN 3-7701-3445-1)

Die kretische Ernährung

Kreta ist eine von der Natur begünstigte Insel, die Tausende von Pflanzen und Kräutern hervorbringt, von denen viele landescharakteristisch sind. Die Inselbewohner haben ihre Ernährung auf die Inseleigene gestützt, die bereits eine 4000 Jahre alte Tradition hat. Sie besteht hauptsächlich aus Brot, Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Öl, Käse, Gewürzen sowie Wein, und aus diesen werden in verschiedenen Kombinationen viele kretische Spezialitäten gezaubert.

Aus einer Untersuchung, die im Jahre 1960 begonnen wurde und bei der sieben Länder beobachtet wurden, ging hervor, daß die kretische Bevölkerung im Vergleich zu der anderer entwickelter Länder weniger Todesfälle durch Herzinfarkt oder verschiedene Krebserkrankungen, unabhängig von der Todesursache aufwies.

Dies offenbart die Auswirkungen der kretischen Ernährung.

Aus einer weiteren Untersuchung ging hervor, daß nicht nur die Mittelmeerküche, sondern insbesondere die kretische Küche bei Herzinfarktgefahr sehr gesund und wirksam ist. Eine große Rolle spielt hier das Olivenöl, daß auf Kreta in großen Mengen gewonnen wird und einen Grundbestandteil der Ernährung ausmacht.

So besinnen sich mehr und mehr auch Hotels wieder auf die alten Rezepte und bieten ursprüngliche Spezialitäten an. Sie haben also auf Kreta nicht nur die Möglichkeit ein gesundes Klima, sondern auch eine besonders gesunde Ernährung zu genießen.

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